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Endlich! Nach drei Monaten Lockdown dürfen wir wieder proben. Die Vorgaben der Gemeinde (4m2 pro Mitspieler) hätten wir im Singsaal zwar nicht einhalten können, doch dank des Handballclubs können wir die Turnhalle benutzen.

Ein Aufstell-Trupp hat sich frühzeitig eingefunden und sich mit Handschuhen, Desinfektionsmittel und Doppelmeter daran gemacht, die Stühle aufzustellen. Als Risikopersonen haben sich nur wenige Mitspieler abgemeldet, ein paar andere aus anderen Gründen, aber wir erwarten eine ordentliche Besetzung. Für unsere allerneueste Mitspielerin Nadja müssen noch Noten ausgedruckt werden. Bald ist alles bereit, und Michi geht zum Eingang, um die Musikerinnen und Musiker mit dem Desifektionsspray zu begrüssen. Die Mitglieder stehen zwar brav distanziert vor dem Eingang und haben auf Händeschütteln verzichtet (das ist uns wohl inzwischen fast normal geworden), doch sie scheinen doch eher eine kurze Vorstellung von Metern zu haben. Doch alle freuen sich darauf, endlich wieder mal zusammen Musik zu machen.

In der Halle richtet Philipp Roger – drei volle Monate nach seiner Wahl zum Präsidenten – erstmals das Wort an den Verein und erklärt noch einmal, wie alles ablaufen wird und an welche Regeln man sich halten soll. Anschliessend stellt sich Brigitte auf’s Dirigentenpodest. Ja halt mal – wäre jetzt nicht der neue Dirigent an der Reihe gewesen. Eigentlich schon, aber auch in diesem Punkt hat Corona unsere Pläne durchkreuzt, und Brigitte hat sich unkompliziert bereit erklärt, uns bis zum Bettag weiterhin zu leiten. Herzlichen Dank. Und nun hebt sie den Taktstock zu den ersten postcoronaren Klängen des MVN. Aber hören Sie selbst.

Nachdem sich der Staub aus den Instrumenten verzogen hat, geht es dann gleich los mit der Probe, und Brigitte versucht uns wieder zu einer Einheit zusammenzubringen. Das ist nicht ganz einfach bei dieser Sitzordnung, man hört seine Mitspielenden nicht wirklich gut, und die Turnhalle hallt ganz ordentlich. Aber das ist egal – Hauptsache, wir können wieder miteinander musizieren. Besetzungsmässig haben wir eine völlig neue Situation: einerseits fehlen – aus verschiedenen Gründen – alle 3 Euphonien, andererseits sind 7 von 8 Klarinetten da. Ja, das ist wirklich so, wir haben seit heute effektiv 8 Klarinettist/innen.

Es geht jetzt vor allem um zwei Ziele: erstens müssen wir einander musikalisch wieder finden, und zweitens müssen wir unser Sommer-Repertoire auffrischen, denn nach den Ferien werden wir schon bald wieder auftreten: am Samstagsmarkt von 19. September auf dem Gemeindehausplatz und gleich anderntags beim Bettagsgottesdienst. So hoffen wir, an diesem Wochendende ganz viele Neftenbacherinnen und Neftenbacher kirchlich und weltlich musikalisch erfreuen zu können.

Es geht wieder los! Geniessen wir es.

Winco Treuhand