2018 09 29 0029.09.2019: Es gibt Tage, da passt einfach alles. Der Wetterbericht für den Sonntag war mit jedem Tag besser geworden, und die MVN-ler reisten dementsprechend in einen wunderbaren Altweibersommer-Morgen hinein Richtung Luzern. Die Reservation in den Zügen klappte auch wunderbar, und der Bus nach Kriens liess auch nicht lange auf sich warten. Dann gab es einen kleinen Schreckmoment: vor der Pilatusbahn stand eine grössere Menschenmenge, und unsere Reiseleiterin Andrea verschwand für längere Zeit in den Tiefen des Gebäudes auf der Suche nach den bereits online bestellten und gekauften Tickets. Doch es war gar nicht so schlimm mit dem Andrang, und schon bald gondelten wir aufwärts.

Auf der Krienseregg spaltete sich die Genuss-Wandergruppe ab, um die mittelere Etappe unter die Füsse zu nehmen, und auf der Fräkmüntegg verliessen die Hardcore-Wanderer und die Seilpark-Adrenalin-Junkies die Bahnanlage. Letztere Gruppe bestand allerdings nur aus Anna und Ida und dem Schreibenden als Betreuungsperson. Doch obschon klein, hatte die Gruppe rechten Spass am Herumturnen zwischen den Bäumen. Die Alpensprinter Gertrud, Brigitte, Sandra und Dominic packten nach einer kurzen Kaffeepause den steilen Pfad Richtung Pilatusgipfel an. Der Rest fuhr inzwischen weiter und mischte sich auf der Bergstation unter die "Halbschuhtouristen". Nach und nach erreichten aber alle die Bergstation und mussten zugestehen: kein Wunder, will jeder Tourist mal da rauf - die Aussicht vom Säntis über Titlis und Eiger und noch viel weiter ist schlicht und einfach umwerfend, vor allem an einem so herrlichen Herbsttag.

Für den Abstieg hatte Andrea die Zahnradbahn gebucht, und so stürzten wir uns, an 130-jährigen Zahnstangen hängend, wagemutig in die Tiefe. Die Ingenieurs- und Bauleistung jener Tage ist einfach immer wieder beeindruckend, und die sicht- und nachvollziehbare Technik ein Augenschmaus. Auf dem Alpnachersee erwartete uns bereits das Kursschiff, und vorbei am Bürgenstocklift (wieder so eine Technik- und Tourismus-"Spinnerei" der belle époque, die bis heute überdauert hat) zogen wir gemächlich Richtung Luzern.

Nach dem obligaten Überschreiten der Kapellbrücke ging's schliesslich zum Abendessen ins Weisse Kreuz, wo die Reservation ebenfalls bestens geklappt hatte und uns das Personal bereits erwartete.

Für die Heimfahrt hatten wir dann einfach Schwein, dass wir bei der Einfahrt des Zuges schon auf dem Perron standen, denn Reservations-Plakate hin oder her, die Fahrgäste hockten sich überall hin, und eine Maturklasse, die ab Zug reserviert hatte, hockte am Schluss auf der Treppe. Aber sie nahmen es mit Gelassenheit, waren Sie doch voller Vorfreude auf der ersten Etappe ihrer Abschlussreise.

Es gibt eben wirklich Tage, an denen einfach alles passt. Vielen Dank fürs Organisieren, Andrea!

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