Allgemein

Über die Pfingstfeiertage spannte die Instrumentenwartin Gabi Huber ihre ganze Familie und noch ein paar zusätzliche Helfer ein, um den grössten Teil des Materials vom Auenrain ins Dreilinden zu verfrachten.

Ende einer Odyssee?

Ende der 90-er-Jahre zügelte der MVN sein Probelokal vom Singsaal Ebni in den Singsaal Auenrain. Gemeinsam an den beiden Probelokalen war der Mangel an Stauraum für Instrumente und anderes Material. Vieles wurde bei Mitgliedern zuhause gelagert, was die Logistik ziemlich erschwerte.

In den Nullerjahren durfte der Verein erstmals in die Dreilinden-Halle zügeln. Sie war für Sport nicht mehr wirklich zu gebrauchen, obwohl der TV sie immer noch für einige Trainings einsetzte. Wir erhielten damals einen Drittel des Geräteraumes, um vor allem die Perkussionsinstrumente lagern zu können. Wir bauten einen Schlagzeugwagen, mit dem man das gesamte Drumset in einem Aufwisch in die Halle fahren konnte. Auch das wichtigste Notenmaterial war nun vor Ort. Für die älteren Mitglieder war zwar die Beleuchtung ein Problem, aber unter dem Strich war es ein grosser Schritt vorwärts.

In den 10er-Jahren explodierte der Bedarf an Tagesstrukturen für die Schule, und das hiess für den MVN: zurück ins Auenrain. Diesmal liess aber die Gemeinde einen Teil des Flurs abtrennen und in einen Materialraum umwandeln. Zudem kriegten wir die Erlaubnis, zwei metallene Uniformenschränke im UG im Treppenhaus zu platzieren. Damit hatten wir fast alles Material vor Ort. Als um 2020 herum die Mitgliederzahl um 40 pendelte, war der Singsaal schon recht eng, aber es ging.

Und jetzt geht es wieder in die Dreilinden-Halle.

Luxuriöser Umbau

Diesmal sollte die Halle durch die Gemeinde für musikalische/kulturelle Zwecke umgebaut werden und möglichst vielseitig nutzbar werden. Im Vorfeld durfte der MVN seine Bedürfnisse und Wünsche formulieren. Der Schreibende als damaliger interimistischer Instrumentenwart lieferte die entsprechende Dokumentation mit Plänen und allem drum und dran. Erfreulich: alle wesentlichen Bedürfnisse wurden abgedeckt. Ebenfalls erfreulich: da der Gatte unserer neuen Instrumentenwartin, Martin Huber, von Berufs wegen am Umbau beteiligt war, konnte er bei Detailfragen während des Baus gleich unsere Sicht einbringen. Er war es auch, der für den Materialraum im Dachgeschoss die Regale in die Dachschräge einbaute. Vielen Dank, Martin!

So konnten wir am Dienstag, dem 30. Mai 2023 die erste ordentliche Probe im neuen Probelokal durchführen.

Wie weiter?

In den nächsten Wochen werden wir noch alle verbleibenden «Aussenlager» in die Dreilindenhalle verschieben, dann wird unsere gesamte Infrastruktur am selben Ort sein, was die Bewirtschaftung wesentlich vereinfachen wird. Die Mitglieder, welche zum Teil jahrzehntelang Kellerräume für den MVN zur Verfügung gestellt haben, werden auch froh sein.

Akustisch scheint die Halle gut gelungen zu sein, und in den nächsten Wochen werden wir sie intensiv, d.h. zweimal wöchentlich, brauchen, um uns für das Kirchenkonzert vorzubereiten. Wie heiss es im Sommer werden wird, werden wir sehen – aus denkmalschützerischen Gründen konnte isolationstechnisch nicht viel gemacht werden.

Und schliesslich: hoffen wir, dass uns diese Lösung nun möglichst lange erhalten bleibt.

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