… Generationen. Der MVN veranstaltete ein Gemeinschaftskonzert mit Schüler/innen-Bands der Schule Neftenbach und der Jugendmusikschule. Der Event war für alle Beteiligten von Primarschüler/innen bis zu Rentner/innen ein schönes Erlebnis.
Am Vormittag hatten die drei Formationen ihren gemeinsamen Auftritt nochmals geprobt (s. erste Bildstrecke) und die Jugendbands ihren Soundcheck gemacht, und um 14 Uhr ging es dann los.
Es war heiss an diesem ersten richtigen Badi-Wetter-Samstag im Jahr. Trotzdem konnte Gabriela Huber-Renggli in ihrer Doppelrolle als Jungmusikanten-Betreuerin des MVN und Ortsvertreterin der Jugendmusikschule eine ganz ordentliche Anzahl Besucherinnen begrüssen. Mit ihr begrüssten auch die Musiklehrer Martin Deplazes (Schule Neftenbach) und Christoph Battaglia (Jugendmusikschule) das Publikum.
Eröffnet wurde das Gemeinschaftskonzert von «The Blue Sound Rockets». Mit grossem Selbstvertrauen präsentierten sie das unter Martin Deplazes einstudierte 20-minütige Programm in flotter, abwechslungsreicher Manier. Sie meisterten auch schwierige Tempowechsel und boten wirklich eine reife Leistung, die mit grossem Applaus quittiert wurde. Dann gesellten sich die Jugendlichen von «Big 8» dazu, und die beiden Bands spielten ein Stück gemeinsam.
Nun war die Reihe an «Big 8» unter der Leitung von Christoph Battaglia. Auch diese Jugendlichen wussten das Publikum vom ersten Moment an zu begeistern. Als Blasmusiker fiel mir natürlich vor allem der Saxophonist (Alt- und Tenorsax) auf, der nicht nur das ganze Programm auswendig spielte, sondern auch hervorragend zwischen Solisten- und Begleitfunktion wechselte. Auch der E-Bassist und der Drummer überzeugten mit grosser Rhythmusfestigkeit und boten ihren Mitspieler/innen einen grossartigen Boden. Aber auch die anderen Mitspieler/innen bzw. Sängerinnen zeigten eine hervorragende Leistung. Es ist nur zu hoffen, dass diese Musikbegeisterung bei den Mitgliedern beider Jugendbands noch lange anhält!
Nach einer halbstündigen Umbau- und Verpflegungspause ging es dann mit dem MV Neftenbach weiter. Er begann ganz traditionell mit dem Marsch «Belgano» (Leitung von Michael Hottinger), was ja den Vorurteilen gegenüber der Blasmusik entspricht. Dann aber übergab Michi den Taktstock offiziell Marcel Ingold, und nun zeigte der MVN, dass Blasmusik eben auch anders kann. Es ging quer durch die Unterhaltungsmusik über ABBA, Udo Jürgens, Swing und Rock bis zu den Festbänklern. Mit deren «Ein Leben lang» wurden die anwesenden Jungmusikantinnen aufgefordert, ihr schönes Hobby beizubehalten und die Musik zu einem ständigen Teil ihres Lebens zu machen. Den Abschluss dieses Konzertteils bildete – nicht zufällig – der Marsch «60 Jahre Musikant». Damit wurde auf Elmo und Ingrid Rozzi hingewiesen, welche seit über 60 Jahren gemeinsam musizieren. Wir wünschen auch den Jungmusikant/innen im MVN und in den Jugendbands, dass sie in 60 Jahren noch Musik machen – wo und wie auch immer.
Beim gemeinsamen Abschluss spielten die Jugendlichen und der MVN den alten Hit «Yellow River» von Jeff Christie (1970) und und den aktuelleren Hit «As It Was» von Harry Styles (2022). Letzterer wurde, wie die Fans des MVN wissen, von unserer Oboistin Flavia Hottinger für Blasorchester arrangiert.
Dieser tolle Anlass war nur möglich dank des riesigen Einsatzes der Organisatoren: Die Musiklehrer Martin Deplazes und Christoph Battaglia waren den ganzen Samstag und unzählige Stunden im Vorfeld in ihrer Freizeit damit beschäftigt, dieses Konzert möglich zu machen. Gabriela Huber koordinierte, plante, organisierte, kaufte ein und spannte auch gleich die ganze Familie ein. Mitglieder des MVN stellten am Morgen die ganze Bühne und Bestuhlung auf und räumten am Abend alles wieder auf. Eine Menge ehrenamtlicher Arbeit ist nötig, um einen solchen Event auf die Beine zu stellen. Darum am Schluss noch ein Hinweise auf einen bedauerlichen Wermutstropfen in der ganzen Geschichte: es wäre schön gewesen, wenn Vertretungen der Jugendmusikschule und der Schule Neftenbach dieses Konzert besucht und das grosse Engagement ihrer Mitarbeiter gewürdigt hätten.





















