Konzert

Am 26./27. Januar lud der MVN traditionsgemäss zur Abendunterhaltung. Das Motto «Buhuuu – es spukt im Auenrain» zeigte sich schon am «Schlosstor», wo die Gäste von Gespenstern begrüsst wurden, aber auch im Saal wimmelte es von kleinen und grossen Geistern.

Die Schüler-Band(s)

Geplant waren pro Abend je eine «Vorband» der Primar- und Sekundarschule Neftenbach. Leider musste erstere absagen, doch am Samstag traten die Sekschüler/innen der Band «Nevermind» vor einem vollen Saal auf. Es gehört zum Jugendförderungskonzept des MVN, dass wir versuchen, Jugendformationen ein Plattform zu bieten, auch wenn die beteiligten Instrumente nicht «blasmusiktauglich» sind (siehe auch letzte drei Dorfeten).

Konzertanter Einstieg

Mit «On The Shoulders Of Giants» von Eduardo Brito startete der MV Neftenbach unter der Leitung von Vitalij Vosnjak fulminant mit einem ausdrucksstarken Stück.

On The Shoulders Of Giants (Eduardo Brito)

Dann begrüsste unsere Moderations-Fee Judith Weber das Publikum und führte charmant durch das Konzert. Mit «A Fairy Tale» ging’s gleich feenhaft weiter, um dann mit einem Filmmusik-Medley aus «Beauty and the Beast» die Erinnerungen an diesen wunderschönen Disney-Film wachzurufen. Als Solisten wirkten hier Brigitte Büchi (Flügelhorn) und Hansruedi Spörry (Trompete).

Nach diesem sehr konzertanten Einstieg wechselte der Stil abrupt: zwei kleine Gespenster stürmten die Bühne und sangen mit dem Musikverein zusammen das Lied «Hippiegschpängstli» von Peter Reber. Anschliessend spielte der MVN die «richtige» Blasmusikversion des Stücks.

Den Abschluss des Konzertteils bildete ein weiteres «zauberhaftes» Filmmusik-Medley aus den Harry Potter – Filmen: eine anspruchsvolle Sache mit unzähligen Taktwechseln und unterschiedlichen Direktionsarten, welche die Musiker/innen des MVN ordentlich forderte. Oder wie es die Moderatorin ausgedrückt hatte: das Taktgespenst hatte sich ungehemmt in den Noten ausgetobt.

Die Kleinformation

Ein traditionelles Element unserer Abendunterhaltung ist jeweils der Auftritt der Kleinformation. Die aktuell acht Mitglieder pflegen ein eigenständiges Repertoire. Für die diesjährige Abendunterhaltung hatte die Kleinformation drei «unheimliche» Stücke zum Thema ausgewählt: «Bloody Mary», «Thriller» sowie «Frankenstein» mit einem Saxophon- und einem Trompetensolo (Stefan Lindemann und Alex Epprecht).

Als sie als Zugabe noch «Giggerig» von Polo Hofer spielten, begann das Publikum schon nach wenigen Takten begeistert mitzuklatschen. Eine Premiere bei der Kleinformation war, dass bei Giggerig Alex Epprecht (Trp), Stefan Lindemann (Sax) und Bruno Urfer (Drums) je ein Improvisations-Solo spielten und damit grossen Applaus ernteten.

Giggerig (Polo Hofer)

Geister, Träume und Monster

Zum zweiten Konzertteil erschienen die Musiker/innen zum Teil in gespenstischen Kostümen. Er begann mit «Geisterstunde», einer Fantasie von Hermann Miesbauer sowie einem weiteren Filmmusik-Medley zu «How To Train Your Dragon». Als sich die Geister wieder zurückgezogen hatten und der Drache gezähmt war, konnte man entspannt zu träumen beginnen. «My Dream», ein Stück für Flügelhorn und Orchester, lieferte dazu den optimalen musikalischen Hintergrund. Am Flügelhorn solierte Alex Epprecht, das Zwischensolo am Saxophon präsentierte Stefan Lindemann.

Abschluss mit Weltpremiere

Nach den letzten beiden Stücken «Monster, Inc.» und «Ghostbusters» und den Verdankungen des Präsidenten gab es als erste Zugabe eine Weltpremiere: «As It Was» von Harry Styles, arrangiert für Blasorchester durch Flavia Hottinger, Oboistin des MV Neftenbach, dirigiert von Michael Hottinger, Klarinettist und Ex-Dirigent desselben Vereins und Vater der Arrangeurin. Das Werk war ihre Matura-Arbeit, und die Uraufführung am Freitag kam gerade rechtzeitig, sodass sie am Samstag Vormittag eine Aufnahme davon an der Präsentation ihrer Arbeit zeigen konnte.

Tanzen oder nicht tanzen, das ist die Frage

Nach dem Konzert spielte ein DJ der Tanzschule Catwalk noch Tanzmusik bis in den frühen Morgen. Am Freitag wurde auch recht viel getanzt, allerdings vorwiegend von Gästen, die von der Tanzschule her kamen. Am Samstag hielt sich leider die Tanzwut des Publikums in engen Grenzen.

Die traditionelle Late-Night-Show war auch über die Tanzschule vermittelt worden: die KuDi-Dancers präsentierten eine extra für diesen Anlass choreographierte Tanzshow, die mit viel Applaus verdankt wurde.

Besser als die Tanzfläche wurde jedoch die Bar frequentiert, und es wurde ziemlich früh, bis die Türe endlich geschlossen werden konnte.

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