Vereinsanlass

Endlich konnte der MVN-Schneetag wieder mal durchgeführt werden – die letzten Jahre war er immer am Wetter oder den Schneeverhältnissen gescheitert. Aber diesmal machten sich Skihäschen, Pistengockel und Wandervögel auf den Weg ins Toggi.

Schnee im Grünen

In Alt-St.Johann leuchteten die Matten auf der Sonnenseite bereits in saftigem Grün, die Haseln trugen reife Kätzchen, der Lenz war eindeutig da. Nur ein Streifen Kunstschnee markierte das Ende der Talabfahrt. Doch die MVN-ler liessen sich nicht verdriessen und gondelten bergwärts. Auf der Sellamatt trennten sich die Wege der Wandervögel von den Skifahrer/innen – die einen wanderten Richtung Iltios, die anderen liessen sich weiter transportieren bis auf den Chäserugg. Oben waren die Schneeverhältnisse erstaunlich gut, und so verging die Zeit bis zur Mittagspause wie im Fluge. Der jüngste im Bunde (unseren Fans bekannt als auf einem Stuhl stehender Perkussionist an der letzten Abendunterhaltung) und sein grosser Bruder frästen furchtlos den Grossen hinterher und genossen es sichtlich. Unser Presi hatte für uns auf dem Chäserugg für das Mittagessen reserviert, und so konnten wir dieses gemütlich und bedient geniessen, ohne in Skischuhen in der Selbstbedienung rumzustolpern. Natürlich waren da die Wandervögel auch wieder dabei, sie hatten sich im Schweisse ihres Angesichts vom Iltios zum Chäserugg in der Gondelbahn hochgekämpft und waren ganz erschöpft. Nach dem Essen ging es wieder auf die Piste, doch über den Nachmittag kann ich nicht viel berichten, da ich mich plötzlich auf der Ostabfahrt alleine wiederfand – die anderen waren Richtung Mittelstation abgebogen) und den Nachmittag solo verbrachte (Senioren-Ego-Trip).

Von sportlich bis gemütlich

Zurück am Treffpunkt auf dem Chäserugg stellte ich fest, dass die Verweildauer der Teilnehmenden auf dem Schnee starke Unterschiede aufwies (wir sind offenbar in der Beziehung sehr divers, um das modern auszudrücken): sowohl die Gemütlichen als auch die Tatendurstigen waren an diesem Nachmittag auf ihre Kosten gekommen.

Die Abfahrt bis Sellamatt meisterten alle Skifahrenden gemeinsam, für die Talabfahrt entschieden sich dann einige für die Gondel, weil sie dem Kunstschneeband misstrauten. Es war dann aber weniger schlimm als befürchtet, und so schwangen wir uns bald im Lichte der Abendsonne den Schlusshang hinunter.

Vielen Dank, Philipp, für das Organisieren des Schneetags 2026! Es war superschön.

Ramona Epprecht